Sterilisation beim Mann

Die dauerhafte Sterilisation des Mannes (Vasektomie, Vasoresektion) wird gewünscht, wenn von der Seite des Mannes kein Kinderwunsch (mehr) besteht oder beide Partner ihre Familienplanung abgeschlossen haben.
Die Sterilisationsoperation der Frau ist ungleich aufwändiger, gefährlicher und auch teurer. Es kann danach auf andere Verhütungsmethoden, insbesondere Hormone mit unklaren Langzeitrisiken oder störende Spiralen verzichtet werden.

Es entstehen nur einmalig verhältnismäßig geringe Kosten, da der Eingriff dauerhaft ist.

Die Zeugungsfähigkeit wiederherzustellen ist sehr aufwändig. Die Erfolgschance liegt nur bei 50%.

Der Eingriff wird mittels Laser in örtlicher Betäubung oder auch kurzer Narkose durchgeführt und dauert ca. 30 Minuten.

Am Operationstag sollte zur Vermeidung von Blutergüssen körperliche Ruhe eingehalten werden. Das Operationsgebiet kann mit Cold- Packs mehrmals täglich für 15 Minuten gekühlt werden. Oft ist das Tragen eines engen Slips oder einer Badehose angenehm. In der Regel ist ca. 2 Tage ein leichtes Ziehen bei Erschütterungen spürbar. Bei trockenen Wunden kann „Mann“ am folgenden Tag schon kurz duschen. Baden ist nach einer Woche möglich.

Die Fäden lösen sich innerhalb von 4 Wochen auf oder lassen sich absammeln.
Leichte Arbeit ist am nächsten Tag, körperliche schwere Arbeit und Sport sind meistens nach einer Woche wieder möglich.

Auf Geschlechtsverkehr muss nicht verzichtet werden. Nach der Operation muss zunächst weiter herkömmlich verhütet werden. Nach 4- 6 Wochen kann eine mikroskopische Untersuchung der Samenflüssigkeit das Fehlen von Spermien und damit den Erfolg des Eingriffs belegen. Bei der Ejakulation und Libido sind ansonsten keine Veränderungen bemerkbar.

Trotz korrekter Operation kann es ausgesprochen selten zu einem erneuten Zusammenwachsen und damit Funktionieren des Samenleiters kommen. Damit kann „Mann“ nach Jahren plötzlich wieder zeugungsfähig werden. Das ist bei der Frau nach Sterilisation übrigens genauso.

Eine Sterilisationsoperation des Mannes einschließlich eventueller Kontrollen durch uns kostet derzeit in örtlicher Betäubung ca. 350.- €. Eine Narkose bringt Zusatzkosten. 

Kosten, die in allen operativ tätigen Einrichtungen zusätzlich entstehen sind externe Gebühren von ca. 200 € für die mikroskopische Beurteilung des entnommenen Gewebes durch ein pathologisches Labor und der Samenflüssigkeit durch einen spezialisierten Facharzt.